Aufgaben & Organisation

Die FF Bergstedt als Teil der Feuerwehr Hamburg

Sollte ein Bürger im Stadtteil Bergstedt die Notrufnummer der Feuerwehr 112 rufen, werden die Mitglieder der FF Bergstedt über digitale Meldeempfänger alarmiert, um dem Bürger im Alleineinsatz oder in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr schnell Hilfe zu leisten. Hierbei handelt es sich schwerpunktmäßig um Alarmierungen zu technischen Hilfeleistungen und um Einsätze im Bereich des Brandschutzes.

Im Bereich des Brandschutzes reicht die Bandbreite der möglichen Schadenslagen vom brennenden Müllcontainer, brennenden PKW oder einem Wohnhausbrand im eigenen Einsatzgebiet bis hin zu Großfeuern, auch über die Grenzen des eigenen Einsatzgebietes hinaus. Bei der technischen Hilfeleistung kann es sich u.a. um umgestürzte Bäume, unter Wasser stehende Straßen oder Keller, in Notlage befindliche Tiere, aber auch Personenrettungen bei schweren Verkehrsunfällen handeln. Einsätze in diesen Bereichen können, z. B. bei großen Unwetterlagen, ebenfalls außerhalb des eigenen Einsatzgebietes vorkommen. Die FF-Bergstedt kann dann, wie andere Wehren auch, ohne an ihr eigenes Einsatzgebiet gebunden zu sein, zu Einsätzen im gesamten Hamburger Stadtgebiet geschickt werden. Bei der „Jahrhundertflut“ im August 2002 war die FF Bergstedt sogar außerhalb der Landesgrenzen bei der Deichverteidigung im niedersächsischen Neu Garge, sowie im Jahr 2013 im sächsischen Dresden eingesetzt.

Weiterhin bringt sich die FF-Bergstedt neben den beschriebenen, primären Aufgaben einer Feuerwehr auch bei verschiedenen Veranstaltungen im Stadtteil mit ein. Hierbei ist vor allem das alljährliche große Osterfeuer hervorzuheben. Aber auch die Bunte Meile mit Stadtteilflohmarkt und der 2002 erstmals durchgeführte Tag der offenen Tür sind zu erwähnen.

 

Die Aufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr in Hamburg

Den 86 Freiwillige Feuerwehren ist im Hamburger Feuerwehrgesetz als Aufgabe die Unterstützung der Berufsfeuerwehr zugeordnet. Im Wesentlichen erstreckt sich die dort beschriebene Unterstützung auf die Bereiche des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung. Siebzehn Freiwillige Feuerwehren in den Außenbezirken der Stadt sind darüber hinaus im Bereich des Rettungsdienstes (sog. „Erstversorgungs-Wehren“) mit der vorklinischen Versorgung von Notfallpatienten bis zum Eintreffen der Rettungsmittel der Berufsfeuerwehr betraut. Im Bereich Walddörfer obliegt diese Komponente den Freiwilligen Feuerwehren Duvenstedt, Ohlstedt und Wohldorf. Darüber hinaus stehen einige Freiwillige Feuerwehren mit diversen anderen Sonderkomponenten bereit, mit denen Sie weit über ihr eigenes Einsatzgebiet hinaus, z. T. im gesamten Hamburger Stadtgebiet, eingesetzt werden können.

 

Organisation und Struktur der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg

Die Freiwillige Feuerwehr in der Freien und Hansestadt Hamburg untersteht, ebenso wie die Berufsfeuerwehr, der Behörde für Inneres. Der Vertreter aller insgesamt 86 einzelnen Wehren ist der Landesbereichsführer André Wronski. Im Auftrag des Oberbranddirektors Klaus Maurer übt er die Dienstaufsicht über die ordnungsgemäße Durchführung aller Selbstverwaltungsaufgaben der Freiwilligen Feuerwehren aus, wozu u.a. auch die ordnungsgemäße Verwendung der der Freiwilligen Feuerwehr zugewiesenen Haushaltsmittel gehört. Darüber hinaus hat er Weisungsbefugnis gegenüber den Angehörigen aller Freiwilligen Feuerwehren.

Die 86 Wehren verteilen sich über das gesamte Gebiet des Stadtstaates Hamburg, so dass in der Regel jeder Stadtteil seine „eigene“ Feuerwehr hat. Dabei ist die Fläche Hamburgs in zwölf Bereiche aufgeteilt.

Organigramm bis zur Ebene Bereichsführer

Organigramm bis zur Ebene Bereichsführer

Jeder Bereich wird stets von einem Bereichsführer geleitetet, der gegenüber dem Landesbereichsführer bzw. dessen Vertretern für die ordnungsgemäße Abwicklung des Dienstbetriebes verantwortlich ist. Ihm obliegt die Dienstaufsicht über die Freiwilligen Feuerwehren in dem jeweiligen Bereich.

In den verschiedenen Bereichen gibt es je nach Größe und Bevölkerungsstruktur bzw. -dichte sechs bis neun Freiwilligen Feuerwehren, die 24 Stunden am Tag über das ganze Jahr ihrer im Hamburger Feuerwehrgesetz verankerten Aufgabe, der Unterstützung der Berufsfeuerwehr, nachkommen und auf diese Weise einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit in Hamburg leisten.

Neben den oben angesprochenen verwaltungstechnischen Aufgaben der FF Führungskräfte können sie auch im Einsatzfall Verantwortung zu tragen haben.

So wird ein Bereichsführer (BERF) hinzugezogen, wenn zwei oder mehr Freiwillige Feuerwehren in seinem Bereich zu derselben Einsatzstelle gerufen werden. Im Falle eines Alleineinsatzes ohne die Berufsfeuerwehr leitet er den Gesamteinsatz. Bei Schadenslagen, die gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr abgearbeitet werden, gehört er der Einsatzleitung an.

Für den Landesbereichsführer (LBF) oder einen seiner vier Vertreter Vertreter (LBF-V), gibt es keine solche pauschal zu nennende Größe einer Einsatzlage, bei der er automatisch Teil der Alarmfolge ist. Vielmehr hat er die Möglichkeit, sich Einsätzen selber zuzuordnen, was in der Regel ausschließlich bei sehr großen und längeren Schadenslagen der Fall ist. Dabei ist auch er Mitglied der Feuerwehreinsatzleitung.

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